Kindergarten

Speiseplanung im Kindergarten

Speiseplanung im Kindergarten

Planung ist die halbe Miete

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Speiseplanung im Kindergarten

Speiseplanung im Kindergarten

Planung ist die halbe Miete

Wann gibt es was zu essen? Was gibt es zur Jause, was gibt es zum Mittagessen? Es ist sinnvoll, sich ausreichend im Voraus darüber Gedanken zu machen, wann welche Speise angeboten wird. Besonders dann, wenn unterschiedliche Partner:innen an der Verpflegung beteiligt sind. Wird die Jause von Pädagog:innen und das Mittagessen von einem Verpflegungsbetrieb bereitgestellt? Eine gute Abstimmung unterstützt eine abwechslungsreiche und vielfältige Verpflegung der Kinder.

Hier finden Sie die Empfehlungen für Mittagessen und Jause im Kindergarten.

Folgend erhalten Sie einen kompakten Überblick über wichtige Kriterien der Speiseplanung, hilfreiche Tipps zum Umgang mit Fertigprodukten sowie Hinweise zur fachgerechten Zubereitung und Ausgabe von Speisen. Außerdem wird erläutert, welche sensorischen Aspekte – wie Aussehen oder Geruch – Einfluss auf die Akzeptanz der Speisen haben.

Allgemeine Kriterien für die Speiseplanung

Um die Planung von Jause und Mittagessen zu erleichtern, kann es hilfreich sein, wenn Folgendes geklärt ist:

Am besten gelingt dies, wenn bis zu einem bestimmten Stichtag eingemeldet wird, welche Kinder eine Jause/ein Mittagessen benötigen. Außerdem sollte das Kindergartenpersonal rechtzeitig informieren, wann Ausflüge geplant sind. Auch nicht planbare Essensabmeldungen, wie Krankheiten, sollten soweit möglich berücksichtigt werden.

Kinder fühlen sich „gehört“, wenn ihre Meinung Anklang findet. Dies kann die Akzeptanz erhöhen.

Leiden Kinder an Allergien oder Unverträglichkeiten soll dies von den Eltern bekannt gegeben werden. Falls der Verpflegungsbetrieb keine adäquaten Speisen zur Verfügung stellen kann, wird in Zusammenarbeit mit den Eltern eine Lösung gefunden.

In manchen Kulturkreisen wird beispielsweise auf Schweinefleisch verzichtet, in manchen Regionen haben bestimmte Lebensmittel einen höheren Stellenwert. Dies könnte im Rahmen von Themenschwerpunkten behandelt werden.

Kriterien für die Planung des Mittagessens

Neben den oben genannten allgemeinen Kriterien können folgende Aspekte die Planung des Mittagessens erleichtern:

  • Die Lebensmittelhäufigkeiten und die optimale Lebensmittelqualität werden erfüllt.

  • Die Speisen sollen sich innerhalb von 4 Wochen nicht wiederholen.

  • Das Mittagessen wird in 2 Gängen angeboten: Suppe/Vorspeise + Hauptspeise oder Hauptspeise + Nachspeise

  • Wenn nachgefragt, wird ein ovo-lacto-vegetarisches Gericht angeboten.

  • Die Speisekomponenten werden wochentags abgewechselt (z. B. Fisch nicht immer nur freitags), um Vielfalt in den Speiseplan zu bringen.

  • Süße Hauptspeisen werden immer mit Gemüse(creme)suppe oder Gemüse als Vorspeise kombiniert

Umgang mit Fertig-Produkten

Fertigprodukte werden häufig als praktischer und zeitsparender als frisch zubereitete Speisen angesehen, um Zeit, Personal und Abläufe effizient zu organisieren.

Folgende Tipps können bei der Verwendung unterstützen:

  • Sparsam einsetzen: möglichst nur wenig Fertigprodukte wählen, damit frische und weniger verarbeitete Lebensmittel im Vordergrund stehen.

  • Clever kombinieren: Fertigprodukte immer mit frischen oder gering verarbeiteten Zutaten ergänzen.

  • Nährwerte vergleichen: Fertigprodukte nach Möglichkeit durch gesündere Varianten innerhalb derselben Produktgruppe ersetzen.

  • In kleinen Portionsmengen anbieten: so kann die Zufuhr an Salz, Zucker und Fett begrenzt werden.

  • Auf jodiertes Salz achten: Fertigprodukte mit jodiertem Salz verwenden.

Zubereitung von Speisen

Der Geschmack und die ernährungsphysiologische Qualität von Speisen hängen stark von ihrer Zubereitung ab. Ernährungsphysiologische Qualität bedeutet, wie gut eine Speise für den Körper ist und ob sie nicht nur ausreichend Energie liefert, sondern auch viele wichtige Nährstoffe enthält. Im Qualitätsstandard für die Verpflegung im Kindergarten finden Sie ausführliche Kriterien für die Zubereitung von Speisen (warm & kalt).

Beispiele:

  • Zubereitungshinweisen beachten

  • Sparsame Verwendung von Zucker, jodiertem Salz & fettreichen Milchprodukten

  • Verwendung verschiedener Kräuter zum Würzen

  • Fettarme Zubereitungsarten & Achten auf eine gute Fettqualität (pflanzliche Öle)

  • Verwendung von Vollkornmehl

  • Nährstoffschonende Garmethoden

Speisenausgabe

Die Speisenausgabe erfolgt im Kindergarten meist durch die Betreuerinnen und Betreuer. Pädagoginnen und Pädagogen kümmern sich häufig darum, wie die Essenssituation mit den Kindern gestaltet wird. Auf eine gute zeitliche Planung der Speisenausgabe achten: Somit können beispielsweise Warmhaltezeiten minimiert werden, was sich positiv auf die ernährungsphysiologische und sensorische Qualität der Speisen auswirkt.

Geruch und Aussehen haben einen Einfluss auf die Akzeptanz von Speisen

Der erste Eindruck zum Essen ist oft der Geruch der Speisen. Es gibt Lebensmittel und Gerichte, die intensivere Gerüche freisetzen und die von Kindern als nicht so angenehm empfunden werden. Am besten vor Essensbeginn nochmals kurz lüften!

Speisen sollten außerdem ansprechend angerichtet sein – die Komponenten können je nach Gericht bei Bedarf getrennt, auf geeigneten Vorlegetellern bzw. in Schüsseln präsentiert werden. Dies erlaubt den Kindern zudem selbst zu bestimmen, was und wieviel sie sich nehmen.