Kindergarten

Verpflegung von Krippenkindern

Verpflegung von Krippenkindern

Ein gesundes Ernährungsverhalten von Kindern
unter 3 Jahren fördern

Kindergarten

Verpflegung von Krippenkindern

Verpflegung von Krippenkindern

Ein gesundes Ernährungsverhalten von Kindern unter 3 Jahren fördern

Im Alter von etwa einem Jahr beginnen Kleinkinder sich an die Ernährungsgewohnheiten der Familie bzw. seinem Umfeld anzupassen. Diese Gewohnheiten und Erfahrungen prägen die zukünftige Ernährung des Kindes.

Daher ist es wichtig, dass auch Bezugs- und Betreuungspersonen in Kinderkrippen oder Krabbelstuben Kleinkinder bei einem gesunden Ernährungsverhalten unterstützen. Dies umfasst unter anderem ein altersentsprechendes Angebot oder das Fördern neuer Geschmacksrichtungen.

Altersentsprechendes Angebot

Kleinkinder haben oft andere Bedürfnisse als ältere Kinder – besonders beim Essen. Deshalb sollte das Verpflegungsangebot in der Kinderkrippe immer auf das jeweilige Alter abgestimmt sein. Im Folgenden finden Sie einige Anregungen, wie Mahlzeiten kindgerecht gestaltet werden können.

Die richtige Zubereitung

Die angebotenen Speisen sollten so zubereitet und angerichtet sein, dass sie den motorischen Fähigkeiten und dem Essverhalten der Kinder entsprechen – zum Beispiel bei der Bissfestigkeit oder der Größe der einzelnen Stücke. Werden Lebensmittel passend zubereitet und serviert, können Kleinkinder leichter selbst essen. Gleichzeitig fördert dies ihre Neugier und macht es wahrscheinlicher, dass sie auch neue Lebensmittel ausprobieren.

Probieren von neuen Speisen

Für neue Lebensmittel gilt: immer wieder anbieten! Gerne auch mehrmals hintereinander. Durch wiederholtes Anbieten des neuen Lebensmittels bzw. des neuen Geschmacks in kurzer Zeit können sich die Kinder leichter an die neue Speise gewöhnen. Hilfreich können auch Aktionswochen sein, wie z. B. Erntedankfest.
Bereiten Sie neue Speisen gemeinsam mit den Kindern zu – Dadurch werden neue Lebensmittel oft lieber gegessen. Zudem fördert das Zubereiten und Anrichten die Kreativität sowie die motorischen Fähigkeiten des Kindes.

Besonderheiten bei der Verpflegung von Krippenkindern

Grundsätzlich gelten die Empfehlungen für die Jause und das Mittagessen für Kindergartenkinder auch für Krippenkinder. Es sollten zudem folgende Besonderheiten beachtet werden:

  • Kleinkinder mögen es häufig, wenn Lebensmittel getrennt angerichtet werden, z. B. Erbsen getrennt vom Kartoffelpüree.

  • Es kann hilfreich sein, Lebensmittel zu zerkleinern oder leicht zu zerdrücken (nicht als Brei), um das selbstständige Essen zu erleichtern, z. B. Brot in Stücke schneiden.

  • Für viele Kinder ist es leichter, aus einer Schüssel zu essen als von einem flachen Teller.

  • Ausreichend erhitzte Speisen sollten nicht zu heiß serviert werden, damit sich die Kinder nicht verbrennen.

  • Lebensmittel, die sich in ihrer Aufmachung (etwa durch bunte Verpackungen oder Comic-Aufdrucken) speziell an Kinder richten, enthalten oft viel Zucker, Salz und/oder Fett und sind deshalb nicht empfehlenswert.

Besonderheiten der einzelnen Lebensmittelgruppen

Getränke

  • Trinkwasser ist das ideale Getränk und sollte immer zur Verfügung stehen.

  • Die Getränke sollen den Kindern in geeigneten Gefäßen angeboten werden, z. B. in Bechern, Tassen, Gläsern.

  • Ein Dauernuckeln von zuckerhaltigen Getränken aus „Nuckelflaschen“ kann zu Karies führen und soll daher vermieden werden.

Getreide und Getreideprodukte

  • Bei Brot und Gebäck Produkte aus fein vermahlenen Vollkornmehlen wählen. Diese sind besser verträglich, können leichter gegessen werden und werden daher besser akzeptiert.

  • Getreideflocken bzw. Müslis, die z. B. in Milch, Joghurt, Sauer- oder Buttermilch eingerührt werden, ausreichend ziehen lassen, damit sie weich werden.

Gemüse und Obst

  • Sehr knackiges Gemüse gedämpft anbieten, da es so leichter essbar ist, z. B. Karotten- oder Kohlrabisticks.

  • Weintrauben aufschneiden, da die Gefahr des Verschluckens und Einatmens besteht.

  • Blähende und schwer verdauliche Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte, Kohl und Zwiebeln, sollen schrittweise die Speisenvielfalt erweitern.

Nüsse und Samen

  • In vermahlener Form anbieten, da die Gefahr des Verschluckens oder Einatmens besteht.

Milch und Milchprodukte

  • Fettarme Produkte sind erst ab dem 3. Lebensjahr geeignet.

  • Rohmilch und Rohmilchkäse sind für Kinder unter fünf Jahren nicht geeignet.

Fleisch und Wurstwaren, Eier und Fisch

  • Rohe tierische Lebensmittel oder Produkte daraus sind für Kinder unter fünf Jahren nicht geeignet, wie rohes Fleisch bzw. rohe Fleischwaren, z. B. Salami; Speisen mit nicht durchgegarten Eiern, z. B. weiches Ei, Spiegelei, Tiramisu; roher Fisch, z. B. Sushi, Räucherlachs

  • Gebratenes Fleisch sollte eine zarte Konsistenz aufweisen: keine großen Fasern, nicht scharf angebraten oder trockenes/hartes Fleisch.

  • Fische, die häufig mit Schwermetallen belastet sind, wie z. B. Thunfisch, Schwertfisch, Butterfisch, Heilbutt oder Seehecht, sollten Kleinkindern nicht angeboten werden.

  • Auf eine sorgfältige Entfernung der Gräten bei Fischen muss besonders geachtet werden.