Soziale Medien und digitale Werbung prägen das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Essensentscheidungen werden nicht allein durch Hunger oder Bedarf getroffen, sondern auch von Social Media beeinflusst. Die neue Broschüre Ernährung im digitalen Zeitalter gibt Tipps für Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen im Alltag.
Lebensmittelwerbung und Influencer:innen im Alltag
Kinder und Jugendliche begegnen Lebensmittelwerbung täglich: auf Social-Media-Plattformen, Gaming-Plattformen und sogar in Kinderkanälen. Oft ist diese Werbung nicht klar als solche erkennbar und in Unterhaltung eingebettet. Besonders häufig beworben werden Süßigkeiten, salzige Snacks, süße Getränke, Energydrinks oder Fast Food. Bewerbung „ungesunder“ Produkte beeinflusst, was Kinder als „normal“ beim Essen empfinden.
Eine wichtige Rolle spielen zudem Influencer:innen. Sie präsentieren Produkte als Teil ihrer Inhalte, und Kinder und Jugendliche vertrauen ihnen oft aufgrund ihrer hohen Bekanntheit. Dadurch wirken „Empfehlungen“ besonders glaubwürdig, auch wenn es sich um Werbung handelt.
Auswirkungen auf Gesundheit und Übergewicht
Auch die Dauer der Mediennutzung spielt eine wichtige Rolle: Bereits 2 Stunden tägliche Medienzeit erhöhen das Risiko für Übergewicht. Bei Kindern unter 10 Jahren steigt dieses Risiko bereits ab 60 Minuten Medienzeit pro Tag.
Medienkompetenz als Schlüssel
Kinder und Jugendliche können Werbung oft nicht eindeutig erkennen oder deren Wirkung richtig einschätzen. Die neue Broschüre zeigt, wie wichtig es ist, Medienkompetenz früh zu fördern, etwa durch das gemeinsame Reflektieren von Inhalten, das Erkennen von Werbung und einen bewussten Umgang mit digitalen Medien. Weitere praktische Tipps sind in der Broschüre zusammengefasst.
