Kindergarten
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen im Kindergarten
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen im Kindergarten
Ausgewogen, altersgerecht und schmackhaft
Kindergarten
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen im Kindergarten
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen im Kindergarten
Ausgewogen, altersgerecht und schmackhaft
Um im Kindergarten spielen, beim Geschichtenerzählen aufpassen und im Bewegungsraum herumtoben zu können, benötigen Kinder eine ausgewogene und nährstoffreiche Verpflegung. Diese versorgt sie ausreichend mit Energie und Nährstoffen.
Das Mittagessen im Kindergarten nimmt immer mehr eine zentrale Rolle ein. Damit es auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt ist, wurde die Österreichische Empfehlung für das Mittagessen im Kindergarten erarbeitet. Die Empfehlung enthält Lebensmittelgruppen und deren Häufigkeiten, und kann als Leitfaden zur Erstellung von Speiseplänen, die Bestellung von Mahlzeiten oder für die Ausschreibung von Verpflegungsleistungen verwendet werden.
Speiseplan: was kann angeboten werden?
Der Speiseplan kann grundsätzlich jede Lebensmittelgruppe enthalten. Einige sollen (fast) täglich angeboten werden (wie Gemüse; Getreide, -produkte, Kartoffeln), andere wiederum selten (wie Paniertes und Frittiertes).
Die anschließende Übersicht zeigt, wie häufig folgende Lebensmittelgruppen beim Mittagessen angeboten werden sollen. Die Empfehlung bezieht sich auf 20 Verpflegungstage, das bedeutet, wie oft diese Lebensmittelgruppen in diesem Zeitraum angeboten werden sollen.
Getränke: jederzeit
Trinken ist wichtig! Leitungswasser und/oder Mineralwasser sollten jederzeit verfügbar sein. Verzichten Sie auf koffeinhaltige Tees (Grün- und Schwarztee).
Gemüse und/oder Salate: täglich am Teller!
Gemüse und/oder Salate sollten immer Bestandteil des Mittagessens sein. Auf eine nährstoffschonende und fettarme Zubereitung, wie Dampfgaren und Dünsten, achten. Tiefkühlgemüse muss vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden.
Beispiele:
Getreide, Getreideprodukte, Kartoffeln: Vielfalt bringts!
Getreide, Getreideprodukte oder Kartoffeln sollten bei fast jedem Mittagessen am Teller sein. Vollkornprodukte, wie Vollkornteigwaren, Naturreis, Vollkornbrot/-gebäck, sollten bevorzugt werden. Alternative Getreidesorten, wie Buchweizen, Bulgur, Parboiled Reis, und verschiedene Zubereitungsarten, wie in Form von Polenta und Risotto, erweitern den Speiseplan. Auf eine fettarme Zubereitung achten.
Halbfertig- und Fertigprodukte aus Kartoffeln, wie Pommes Frites, Wedges oder Kartoffelpüree, sollten selten am Speiseplan stehen. Kartoffeln bevorzugt frisch zubereiten.
Beispiele:
Obst: auch beim Mittagessen ein Hit!
Wird Obst als Kompott oder Fruchtmus gegessen, auf eine zuckerarme Zubereitung achten. Tiefkühlbeeren müssen vor dem Verzehr intensiv und vollständig durcherhitzt werden.
Beispiele:
Milch und Milchprodukte: Calcium bringts!
Milch und Milchprodukte, wie Topfen, Joghurt, Buttermilch, lassen sich in Aufläufen, Suppen oder Saucen gut verarbeiten. Auch süße Hauptgerichte und Nachspeisen sollten häufig diese Lebensmittelgruppe enthalten. Auf eine zuckerarme Zubereitung achten.
Sehr fettreiche Produkte (wie Schlagobers, Mascarpone, Creme fraiche) durch weniger fettreiche, wie Joghurt und Milch, ersetzen.
Beispiele:
Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen
Hülsenfrüchte eignen sich sehr gut für vegetarische Gerichte. Sie sind zudem eine gute Alternative, um Suppen und Saucen zu binden: Anstatt Mehl können pürierte Linsen verwendet werden.
Beispiele:
Fleisch und Fleischprodukte: Qualität statt Quantität
Fleisch sollte aus Nachhaltigkeits- und Gesundheitsaspekten nicht täglich am Speiseplan stehen. Gerichte mit geringem Anteil an Fleisch/Fleischprodukten bevorzugen. Auf fettarme Zubereitungsarten, wie Schmoren, Kochen, Braten, Dünsten, Grillen, achten.
Beispiele:
Fisch: Her mit Omega 3-Fettsäuren!
Fettreicher Seefisch, wie Makrele, Lachs und Hering, oder heimischer Kaltwasserfisch, wie Saibling, Forelle, bevorzugt anbieten. Rapsöl und Leinöl tragen neben Fisch ebenso zur Versorgung mit Omega 3-Fettsäuren bei. Wählen Sie Fisch aus nachhaltiger Fischerei bzw. nachhaltig betriebenen Aquakulturen. Auf fettarme Zubereitungsarten (Braten, Dünsten, Dampfgaren, Grillen) achten.
Beispiele:
Nüsse, Samen und Kerne: ungesalzen und ungezuckert
Nüsse, Samen und Kerne, wie Leinsamen, Walnüsse, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne, sind u. a. eine geschmackvolle Ergänzung zu Salaten, in Brot und Backwaren, in Desserts und Süßspeisen.
Süße Hauptgerichte: selten, dafür mit Genuss
Süße Hauptgerichte sollten nur selten am Speiseplan stehen und immer Milch- und/oder Milchprodukten und/oder Obst und/oder Gemüse enthalten. Auf eine zuckerarme Zubereitung und auf die Verwendung von Vollkornprodukten achten.
Beispiele:
Nachspeisen: zuckerarm und fettarm!
Nachspeisen sollten bevorzugt auf Basis von Milch bzw. Milchprodukten sein und Obst oder Gemüse enthalten. Auf eine zuckerarme Zubereitung und zuckerarme Produkte achten. Fettarme Teige (Germteig, Strudelteig, Biskuitteig) bevorzugen.
Beispiele:
Fette und Öle: pflanzliche Öle bevorzugen
Rapsöl sollte als Standardöl in der Küche verwendet werden. Streich-, Back- und Bratfette wie Butter, Margarine oder Schmalz sparsam verwenden.
Für die Zubereitung bevorzugt fettarme Zubereitungsmethoden (z. B. Dünsten, Braten im Rohr, Grillen) anstatt fettreicher (z. B. Frittieren oder Panieren) anwenden. Für die kalte Küche eignen sich z. B. Kürbiskern- und Leinöl.
Beispiele: Pflanzliche Öle abwechselnd verwenden, wie
Paniertes und Frittiertes: selten!
Paniertes und Frittiertes, wie Pommes Frites, Wiener Schnitzel, Fischstäbchen, sollten selten am Speiseplan stehen.
Zucker-, fett- und salzarme Zubereitung
Zu viel Zucker, Fett und Salz kann der Gesundheit schaden. Achten Sie deshalb auf eine möglichst zucker-, fett- und salzarme Zubereitung im Kindergarten.
Vegetarische Ernährung
Wissenswertes zur vegetarischen Ernährung von Kindern finden sie hier.











