Schule
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen in der Schule
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen in der Schule
Gesundes und nachhaltiges Mittagessen in der Schule
Schule
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen in der Schule
Österreichische Empfehlung für das Mittagessen in der Schule
Gesundes und nachhaltiges Mittagessen in der Schule
Ein gesundes und ausgewogenes Mittagessen in der Schule hält Schülerinnen und Schüler fit und versorgt sie mit allen notwendigen Nährstoffen. Aber woraus sollte ein solches Mittagessen bestehen?
Um hier Klarheit zu schaffen, wurde die Österreichische Empfehlung für das Mittagessen in der Schule erarbeitet:
Die Empfehlung enthält Mindestanforderungen, woraus ein Mittagessen bestehen soll. Sie soll als Leitfaden zur Erstellung von Speiseplänen, als Orientierungshilfe für die Bestellung von Menüs und/oder für die Ausschreibung von Verpflegungsleistungen verwendet werden. Die Empfehlung richtet sich an alle, die für die Bereitstellung des Mittagessens für Schülerinnen und Schüler verantwortlich sind.
Die Empfehlung wurde für ein Menü bestehend aus Suppe und Hauptspeise oder Hauptspeise und Nachspeise ausgearbeitet, wobei nicht täglich eine Nachspeise angeboten werden soll. Ab zwei Menülinien soll täglich ein vegetarisches Gericht angeboten werden.
Speiseplan: was kann angeboten werden?
Kinder und Jugendliche brauchen ein ausgewogenes und nährstoffreiches Mittagessen, um im Unterricht gut aufpassen und lernen zu können. Der Speiseplan kann grundsätzlich jede Lebensmittelgruppe enthalten. Einige sollen (fast) täglich angeboten werden (wie Gemüse; Getreide, -produkte, Kartoffeln), andere wiederum selten (wie Paniertes und Frittiertes).
Getränke: jederzeit
Trinken ist wichtig!
Leitungswasser und/oder Mineralwasser sollten jederzeit verfügbar sein.
Gemüse und/oder Salate: täglich am Teller!
Gemüse und/oder Salate sollten immer Bestandteil des Mittagessens sein. Auf eine nährstoffschonende und fettarme Zubereitung, wie Dampfgaren und Dünsten, sollte geachtet werden. Tiefkühlgemüse muss vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden.
Auch Rohkost bzw. Salat ergänzt den Speiseplan. Idealerweise wird das Dressing selbst zubereitet.
Beispiele:
Getreide, Getreideprodukte, Kartoffeln: Vielfalt bringts!
Stärkehaltige Lebensmittel, wie Getreide, Getreideprodukte oder Kartoffeln, sollten bei fast jedem Mittagessen am Teller sein. Alternative Getreidesorten, wie Couscous, Polenta, parboiled Reis oder Hirse, erweitern den Speiseplan.
Vollkornprodukte, wie Vollkornteigwaren, Naturreis, Vollkornbrot/-gebäck, sollten bevorzugt werden.
Beim Kochen und Backen Auszugsmehle mit Vollkornmehl mischen.
Eine fettarme Zubereitungsweise, wie Ofengerichte, sollte bevorzugt werden. Halbfertig- und Fertigprodukte aus Kartoffeln, wie Pommes Frites, Kroketten, Wedges oder Kartoffelpüree, sollten selten am Speiseplan stehen. Kartoffeln sollten bevorzugt frisch zubereitet werden.
Beispiele:
Obst: auch beim Mittagessen ein Hit!
Obst rundet nicht nur als Nachspeise das Mittagessen ab, es kann auch Teil von Suppen oder Salat sein.
Wird Obst als Kompott oder Fruchtmus gegessen, auf eine zuckerarme Zubereitung achten. Obst sollte zudem als frisches Obst im Ganzen oder mundgerecht geschnitten angeboten werden. Tiefkühlbeeren müssen vor dem Verzehr intensiv und vollständig durcherhitzt werden.
Beispiele:
Milch und Milchprodukte: Calcium bringts!
Milch und Milchprodukte, wie Topfen, Joghurt, Buttermilch, lassen sich in Aufläufen, Suppen oder Saucen gut verarbeiten. Auch süße Hauptgerichte und Nachspeisen sollten häufig diese Lebensmittelgruppe enthalten.
Sehr fettreiche Produkte (wie Schlagobers, Mascarpone, Creme fraiche) durch weniger fettreichem, wie Joghurt, Milch, ersetzen.
Beispiele:
Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen
Hülsenfrüchte eignen sich sehr gut für vegetarische Gerichte. Sie sind zudem eine gute Alternative um Suppen und Saucen zu binden: Anstatt Mehl können pürierte rote/gelbe Linsen oder weiße Bohnen verwendet werden.
Beispiele:
Fleisch und Fleischprodukte: Qualität statt Quantität
Fleisch sollte hinsichtlich Nachhaltigkeits- und Gesundheitsaspekten nicht täglich am Speiseplan stehen. Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Eier sind alternative Proteinquellen.
Fleisch sollte auch als ganzes Stück bzw. einer ganzen Schnitte angeboten werden. Fleischerzeugnisse, wie Frankfurter, Leberkäse, selten anbieten.
Beispiele:
Fisch: Her mit Omega 3-Fettsäuren
Fettreicher Seefisch, wie Makrele, Lachs und Hering, oder heimischer Kaltwasserfisch, wie Saibling, Forelle, sollten bevorzugt angeboten werden. Rapsöl und Leinöl tragen neben Fisch ebenso zur Versorgung mit Omega 3-Fettsäuren bei. Beim Fischkauf sollte auf nachhaltige Fangmethoden geachtet werden.
Beispiele:
Nüsse, Samen und Kerne: ungesalzen und ungezuckert
Nüsse, Samen und Kerne, wie Leinsamen, Walnüsse, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne, sind u. a. eine geschmackvolle Ergänzung zu Salaten. Ungesalzene und ungezuckerte Produkte bevorzugen.
Beispiele:
Süße Hauptgerichte: selten, dafür mit Genuss
Süße Hauptgerichte sollten nur selten am Speiseplan stehen und immer Milch- und/oder Milchprodukte und/oder Obst enthalten. Wenn es ein süßes Hauptgericht gibt, muss es Gemüse (z. B. Suppe, Rohkost bzw. Salat) als Vorspeise geben.
Auf eine zuckerarme Zubereitung und auf die Verwendung von Vollkornprodukten sollte geachtet werden.
Beispiele:
Nachspeisen: keine Süßigkeiten!
Mindestens die Hälfte aller Nachspeisen sollten auf Basis von Milch und/oder Milchprodukten (z. B. Topfen, Joghurt) und/oder Obst und Gemüse und Nüssen sein. Auf eine zuckerarme Zubereitung und zuckerarme Produkte sollte geachtet werden. Vollkornmehl sowie fettarme Teige (Germteig, Strudelteig, Biskuitteig) sollten bevorzugt werden.
Beispiele:
Fette und Öle: pflanzliche Öle bevorzugen
Rapsöl sollte als Standardöl in der Küche verwendet werden. Streich-, Back- und Bratfette wie Butter, Margarine oder Schmalz sparsam verwenden.
Beispiele:
Paniertes und Frittiertes: selten!
Paniertes und Frittiertes, wie Pommes Frites, Wiener Schnitzel, Fischstäbchen, sollten selten am Speiseplan stehen.
Portionsgröße: wie viel sollte angeboten werden?
Wie viel eine Schülerin oder ein Schüler isst, hängt vom Alter ab. Daher sollen die Portionsgrößen dem jeweiligen Alter der Schulkinder und Jugendlichen angepasst sein.
Auf die Umwelt achten
Was wir essen, hat Auswirkungen auf unsere Umwelt. Besonders in der Gemeinschaftsverpflegung kann ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.
Bei der Auswahl der Lebensmittel sollte auf Regionalität und Saisonalität sowie die Verwendung von biologisch erzeugten Lebensmitteln und Produkten aus fairem Handel (Fairtrade) geachtet werden.
Fisch aus nachhaltiger Fischerei bzw. Aquakultur sowie die Bevorzugung von Süßwasserfischen gegenüber Meeresfischen unterstützen dieses Vorhaben.











